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Friedensprogramm

Das Hauptziel des Friedensprogrammes ist es, einen Beitrag zur Herausbildung einer Friedenskultur in Kolumbien zu leisten. CINEP versucht, über die folgenden vier Punkte einen nachhaltigen, gerechten und stabilen Frieden zu schaffen:

  • Ausbildung von Individuen zur Förderung einer aktiven, auf politischer Teilnahme beruhender Demokratie
    Das Individuum, dessen Wesen durch seine Beziehungen zu anderen Personen in einem bestimmten kulturellen Kontext bestimmt ist, kann sich durch die Gesellschaft verwirklichen. Es ist sich seiner eigenen Fähigkeiten, seiner speziellen Art und Weise, die Realität zu verstehen, bewusst und steht in stetiger Interaktion zur Dynamik seines sozialen Umfeldes – eine Dynamik, welche durch Handlungen des Individuums verändert werden kann.

    Die folgenden Projekte verfolgen diesen Ansatz:
    - Entwicklung von Fähigkeiten für die Schaffung von Frieden
    - Schule für Frieden und Ko-Existenz
    - Friedenserziehung in Schulen des Jesuitenordens
  • Durchführung von Kommunikationsprozessen, die das Ziel verfolgen, die öffentliche Meinung so zu beeinflussen, dass sich eine starke soziale Bewegung zugunsten einer Friedenskultur herausbildet.
    Für die Schaffung einer Friedenskultur ist es unerlässlich, durch eine geeignete Kommunikationspolitik die öffentliche Meinung für dieses Thema zu sensibilisieren.

    Die folgenden Projekte verfolgen diesen Ansatz:
    - Nachdiplom-Kurs („Diplomado“) über verantwortungsvollen Journalismus in einem bewaffneten Konflikt.
    - Radioprogramm: „Oh, einfach und klar!“
    - Meinungsbildungs-Kampagne „Der Balken im Auge – die Kosten des Krieges“
  • Förderung von Versöhnungsprozessen, welche versuchen, jene Beziehungen in der Gesellschaft wiederherzustellen, welche durch die soziale und politische Gewalt in Kolumbien zerstört worden sind.
    Diese Versöhnungsprozesse beinhalten die Wahrheitsfindung, Gerechtigkeit und die integrale Entschädigung der Opfer.

    Die folgenden Projekte verfolgen diesen Ansatz:
    - Versöhnungsprozess im östlichen Antioquia
    - Versöhnung und Friede in San Pablo und Cartagena, Bolívar, und Tierralta, Córdoba
  • Stärkung von sozialen Organisationen, damit diese ihren Einfluss auf regionale und nationale politische Prozesse, die im Zusammenhang mit der Schaffung von Frieden stehen, erhöhen können.
    Die Zivilgesellschaft muss durch die Teilnahme der Bevölkerung an politischen Prozessen sowie durch soziale Organisationsprozesse, welche sich auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene bilden, gestärkt werden. Fundamental ist es zudem, dass in Kolumbien Mechanismen und Strategien entwickelt werden, welche zu Friedensverhandlungen und einer politischen Lösung des Konflikts führen.

    Die folgenden Projekte verfolgen diesen Ansatz:
    - Organisationsentwicklung mit der indigenen Bevölkerung aus der „Sierra Nevada de Santa Marta“
    - Mobilisierung von Bürgerinitiativen für den Frieden
    - Friedenswoche (Unterstützung von lokalen Initiativen und Erarbeitung von Ausbildungsmaterial)